2018 standen wir in einer Garage in Ottakring mit einem gebrauchten 5-Kilo-Röster, 20 Kilo grünen Bohnen aus Äthiopien und einer Idee, die einfacher klang als sie war: Kaffee machen, der schmeckt. Richtig schmeckt. Nicht "jawohl, das ist Kaffee" — sondern "wow, was ist das?"
Die ersten Chargen waren... Lernprozesse. Manche zu dunkel, manche zu hell, alle zu ehrgeizig. Aber mit jedem Röstversuch haben wir verstanden, was die Bohne will. Welche Temperatur sie zum Singen bringt. Wann der First Crack passiert und warum die zwei Minuten danach über alles entscheiden.
Irgendwann kamen die Nachbarn. Dann ihre Freunde. Dann Leute, die eine halbe Stunde U-Bahn gefahren sind, weil jemand gesagt hat: "Da in der Lerchenfelder Straße, da rösten die selbst. Und die haben Zimtschnecken."